Dienstag, 19. November 2013

Die Kunst vor einem vollen Teller zu verhungern


Sowas bekommt man hin, wenn man zu stur ist sich selbst einzugestehen, daß man die totale Niete in Sachen "mit Stäbchen essen" ist. 
Ich habe ein leckeres Curry Nudel-Gericht zum Besten gegeben und wollte die tollen Stäbchen und Tischsets, die ich aus einer Reise aus Fernost mitgebracht habe unbedingt mal einweihen. 
Gut, wir übersehen jetzt einfach mal, dass unser heutiges Gericht thailändisch und die Tischsets chinesisch sind und auch die Tatsache, dass Thais eigentlich gar nicht mit Stäbchen essen. Aber ich habe es mir nunmal in den Kopf gesetzt und deshalb ist mir das jetzt auch piep egal. Außerdem steh' ich auf Multi-Kulti! Also lassen wir es einfach unter Culture-Mix laufen - es lebe die Völkerverständigung!

Das einzige Problem: ich bin zu doof, um mit Stäbchen zu essen! 
Mein Mann sitzt mir gegenüber, verschlingt einen Happen nach dem anderen und hat seinen Teller schon fast ausgestäbchend. Geizt auch gar nicht mit seinem fiesen Grinsen, welches er immer aufsetzt, wenn er sich leise über mich amüsiert. Und ich? Ich verhungere und mein tolles Oberteil mit den nun witzigen roten Kleckserchen kann in die Wäsche!!! Aufstehen und aus der Küche Besteck holen, mit dem ich auch umgehen kann, wäre zwar auch eine Idee - aber nein, ich habe meinen Stolz. Warmes Essen wird ja auch irgendwie völlig überbewertet. Pfffff...






Während ich mich hier zum Clown mache könnt Ihr Euch aber gleich mal das Rezept für das rote Puten-Curry mit Glasnudeln notieren und es bei nächster Gelegenheit nachkochen, denn es ist so unkompliziert und schmeckt wirklich super lecker *Hand drauf* - das weiß ich nämlich aus früheren Erfahrungen, als ich das Gericht noch nicht versucht habe mit Stäbchen zu essen und tatsächlich etwas davon in meinem Magen landete statt auf der Hose, neben dem Teller und auf.. ah ich will das Elend gar nicht weiter ausführen. *grmpf*



Zum Nachkochen braucht Ihr..

500gr Putenbrustfilet
Glasnudeln (nach Bedarf, ich nehme nur 100gr)
250gr Lauchzwiebeln
1 Paprika, rot oder gelb
400ml Kokosmilch
2EL Sojasauce, indonesisch
1EL rote Currypaste 
1EL Zucker
Salz
etwas Öl zum Anbraten


Und so geht's:


Das Putenbrustfilet in mundgerechte Stückchen schneiden, salzen und in etwas Öl scharf anbraten. In der Zwischenzeit Glasnudeln nach Packungsangabe garen. Die Glasnudeln, die ich immer nehme, muss ich nur 10 Min. in Wasser einlegen.
Lauchzwiebeln und Paprika in Streifen schneiden. Beides zum brutzelnden Fleisch hinzufügen und ein Paar Minuten mitbraten. In einer separaten Schüssel die Currypaste in der Kokosmilch auflösen und das Fleisch damit ablöschen. In diesem Moment macht sich ein Duft in Eurer Küche breit, der unwiederstehlich ist. Aber nicht zu arg einatmen, sonst heult Ihr wegen dem Curry:) 
An dieser Stelle sei auch angemerkt, daß ihr natürlich die Menge der Currypaste nach Eurem Schärfewunsch variieren könnt. Wer es nicht so scharf mag, kann auch nur einen Teelöffel davon nehmen, dann ist das Curryaroma noch vorhanden aber eher pikant als scharf. Zum Schluss mit Zucker und Sojasauce abschmecken, die Glasnudeln hinzufügen und noch ein zwei Minuten köcheln lassen.
Und schon seid Ihr fertig! An die Teller, fertig, schlemm!!!


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