Mittwoch, 20. November 2013

Kam eine weiße Bohne um die Ecke und rief „Jamas!“



Ja, solche Dinge passieren in meiner Küche. Ein beschwipstes Huhn in meinem Kochtopf hatte ich schon mal gesehen, aber so eine Bohne mit Ouzo Fahne ist mir auch noch nicht untergekommen. Da ist es ja nur verständlich, dass man sich erstmal zurücklehnt und noch ein Gläschen Ouzo kippt, es prostet einem ja schließlich nicht jeden Tag eine weiße Bohne zu.

Wie Ihr glaubt mir nicht? Ich habe Beweise, aber immer schön der Reihe nach.
Es war einer dieser Tage. Ich plagte mich wie immer mit der Frage herum was ich heute Abend kochen könnte und mir fiel ein, dass sich noch so viele unerprobte Gerichte irgendwo in meinem Datensammelsurium in der Warteschleife befinden und sich täglich auf’s neue „Bitte warten Sie, es sind momentan alle Kochplatten belegt. Sie werden jedoch baldigst von dem nächsten freien Koch zubereitet“ anhören dürfen. Also warum noch länger überlegen, einfach ein Gericht von der Warteliste abfrühstücken. 

Gesagt, getan. Keine zwei Sekunden später sprang mich auch schon die Ouzo-Pfanne an. Kurzer Check der Zutatenliste verriet, genau das wird es!


Ich besorgte mir also den Ouzo aus der Werbung, weil ich keinen vorrätig zuhause hatte. Den hatte ich noch nie probiert und fragte mich, ob der wirklich was taugt, denn ich Werbung- und Konsumopfer hatte mir gemerkt, dass man den nur besonderen Freunden ausschenkt. Aha! Also was habe ich gemacht? Genau, kippte mir erstmal einen hinter die Binde. Nur so als Geschmackstest und so :)

Und dann ging es auch schon zum Kochen über. Ich nahm also 500gr Hähnchenfilet und schnitt sie in mundgerechte Stücke. Anschließend würzte ich das Fleisch mit Salz und Pfeffer und sinnierte währenddessen darüber, ob ich denn jetzt überhaupt einen Unterschied zu den anderen Ouzo-Sorten herausgeschmeckt hatte oder nicht. Dann ließ ich ein paar Spritzer Olivenöl in der Pfanne heiß werden und brutzelte das Fleisch darin scharf an. In der Zwischenzeit kam ich zur Erkenntnis, dass ich zu keiner Erkenntnis gekommen war und entschloss mich mir noch einen Ouzo zu genehmigen und diesmal dabei auf die Regungen meiner Geschmacksknospen ganz genau zu achten. Na, denn – Jamas Frau Insane-ikos! *kicher*

Danach widmete ich mich den 2 großen Zwiebeln, die ich in dünne Scheiben schnitt und lies die große Dose weiße Bohnen abtropfen.
Ich nahm das Fleisch aus der Pfanne und füllte es in die Auflaufform und streute die Zwiebelscheiben drüber. Als ich gerade die abgetropften Bohnen ebenfalls über das Fleisch verteilen wollte hörte ich eins von den Bohnen "jamas" rufen. Glaubt Ihr nicht, wa? Gut, kann ich Gott sei Dank beweisen. Bitte schön!



Ich dachte auch zuerst ich hätte es mir vielleicht auch eingebildet nur um einen Grund zu haben mir noch ein Ouzo zu genehmigen – so auf den Schreck und so, weil wie oft spricht schon eine weiße Bohne mit einem? Aber egal, ob nun eingebildet oder nicht, erschrocken ist erschrocken – da hilft so ein Schluck erstmal weiter. Nicht lang schnacken, Kopf in Nacken :)



Nachdem ich mich eine Runde geschüttelt hatte, löschte ich den Bratensaft in der Pfanne mit 250ml Sahne und 200ml Milch ab und fügte noch eine Dose passierte Tomaten, 2 EL Paprikamark (habe ich lieber als Tomatenmark), 2 EL Oregano, 2TL Thymian, 2TL Basilikum, ½ TL Gyros-Gewürz, 2TL Knoblauchsalz und 6cl vom geliebten Ouzo hinzu. 

*Anm. Fr. Insaniopolous: ich füllte ausversehen mein Glas mit dem Ouzo und gar nicht die Pfanne wie ich zu spät merkte…also musste erst mein Glas geext werden und für die Sauce dann noch mal 6cl abgemessen werden *hicks* 

..ja und dann lies ich das ganze nochmal schön fein aufkochen. Am Ende habe ich es noch mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt, auch wenn ich nur noch Anis geschmeckt habe.

Dann verteilte ich die Sauce schön in der Auflaufform und bemerkte, daß die Bohnen, die da drin lagen auch schon eine ordentliche Ouzo Fahne hatten. Glaubt Ihr nicht? Doch, doooch - seht selbst:



Einige andere haben schon längst im Suff seelig vor sich hin geschlummert...




Oh, oh..ich habe doch nicht schon einen Sitzen oder? Ihr seht die besoffenen Bohnen doch auch, stimmt's? Ich glaub, da muss noch ein doppelter hinterher..

So, wo warsch ich dnn etz eiglicstehen geblieben? Ah ja, Sssauce üban AuFLauf xy.xzf% verteilen unn janz wichtich mit 150gr GaudA bschtreunn. Heizluff 180!° warm machen aba mia isssch schon heiß! *hicks*

Währnd das lecka Gericht im Ofen so 20-25 Min. vorrr  s sich hin packte, kam mein geliebter Gatte naHausss, da habe ich mich soooo drüber gfrpeut *hicks*, dass isch him und mir noch ein Gläschn Ouzo eischkente. Er guckte missch zurst vadutzt dann amüstiert an und wir legtengemeinsam sponan nen Sirtaki durch den Flur auf’s Paket. Hooopaaa! Unn nan passtierte wasa gannnnnz einartiges. Da kamen doch tasächlish noch paar Bohnen Sirtaki tansend uma Ekce! seht selBst isch lüg nisht:



Unfassba oda???!!11 *hicks*

Aba etz hättisch fast dat wischtichs vergessnnnnn. Endlich schlemmem, yumm yumm jamas! :)


Spass beiseite, das Gericht war sehr lecker. Eine Beilage braucht es nicht wirklich, weil es sehr sättigend ist. Wer unbedingt mag, kann noch Weißbrot dazu nehmen vielleicht. Ich werde demnächst noch eine kurze Version dieses Rezeptes zusammenfassen, damit die jenigen, die gerne es nachkochen wollen nicht die Krise kriegen vor lauter Zutaten im Text suchen :)

In diesem Sinne..
Lasst es Euch gut gehen!
Eure Sibel <3



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Kommentare :

  1. ach, da wär ich gerne dabei gewesen!

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    1. Wir sehen uns ja bald, dann können wir das ja wiederholen :)

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  2. Deine Blogbeiträge sin echt der Hit :D

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