Sonntag, 6. April 2014

Aus Mamas Küche: Homemade Mantı

Mantı sind gefüllte Teigtaschen und Lieblingsgericht vieler Türken. Ja, ja..ich weiß ich hätte auf meinem Blog die türkischen Wochen ausrufen sollen, da jetzt ein türkisches Rezept nach dem anderen folgt, aber so war das gar nicht beabsichtigt. Zufall. Meine Mama hat mir lieberweise ein Paar Päckchen, die sie vorher zubereitet und eingefroren hatte, aus Ihrer Tiefkühl-Schatztruhe locker gemacht, weil sie weiß, dass ich momentan mehr Zeit im Krankenhaus als in der Küche verbringe und als Trostspender kenne ich persönlich kein besseres Gericht als dieses.



Zugegeben, Mantı macht man mal nicht eben so. Deshalb sind die auch von Mama ^^. Etwas zeitintensiv sind sie schon in der Herstellung. Ein typisches Gericht aus der Kategorie "halben Tag in der Küche verbracht und in 10 Min. verschlungen"..aber was soll's - was tut man nicht alles für Gaumenfreuden ^^ 

Kompliziert ist es ja eigentlich nicht, braucht nur etwas langen Atem. 

Hier die Zutatenliste..

Für den Teig:
420gr. Mehl
2 Eier
1TL Salz
ca. 200ml Wasser 

Für die Füllung:
250gr. Rinderhack
1 mittelgroße Zwiebel
Salz & Pfeffer

Für die Sauce:
200gr. Naturjoghurt
1-2 Zehen Knoblauch
Salz

Außerdem:
20gr Butter
2TL Paprikapulver, gehäuft
Minze, getrocknet, gemahlen
n.B. Pulbiber (türkische Chiliflocken)


Und so geht's:
Aus den Zutaten für den Teig einen nicht zu weichen Teig kneten. Bitte dabei das Wasser immer nach Bedarf hinzufügen und nur soviel nehmen, wie es braucht. Es müssen nicht die kompletten 200ml verarbeitet werden, können aber - eben je nach Bedarf, um die gewünschte Konsistenz zu erhalten. Die Mengenangabe soll nur eine ungefähre Hausnummer sein :)

Danach den Teig zu einer Kugel formen, mit einem feuchten Tuch bedecken und eine halbe Stunde ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Zwiebel fein hacken und zusammen mit dem Hackfleisch und den Gewürzen Salz und Pfeffer gut durchkneten. 

Nun den Teig halbieren und jede Hälfte nacheinander auf einer bemehlten Fläche ca. 0,5mm dünn ausrollen. Mit einem scharfen Messer entweder in 2 Daumen breite und hohe Quadrate schneiden oder mit Hilfe eines Gewürzdeckels in Kreise schneiden, je nach dem welche Form Euch besser gefällt. 
Jetzt beginnt die Friemelarbeit ^^. Auf jedes Quadrat oder auf jeden Kreis eine Haselnussgroße Menge Hackfleischmischung draufgeben und die Teigförmchen entweder in Dreiecke oder Halbkreise zuklappen und gut andrücken. Die zwei Enden der längsten Seite oder beim Halbkreis eben die zwei Enden der geraden Seite aufeinander legen und mit dem Daumen und Zeigefinger zudrücken, auf eine bemehlte Fläche oder Tablett legen. 

Falls der Output zu viel sein sollte, könnt Ihr gerne einen Teil davon einfrieren und dann bei Bedarf an dieser Stelle wieder weitermachen. Ansonsten bringt Ihr nun in einem großen Topf das Salzwasser zum kochen und gart die Teigtaschen darin gar. Nach ca. 15 Minuten immer wieder den Gartest machen. Während die Teigtaschen garen für die Sauce den Knoblauch fein hacken, dem Joghurt unterrühren und mit Salz abschmecken. Im Anschluss kurz vor dem Anrichten Butter in einer kleinen Pfanne schmelzen, Paprikapulver hinzufügen und kurz drin schwenken. Achtung nicht anbrennen lassen.

Teigtaschen in ein Sieb abgießen, sofort in einem tiefen Teller anrichten, etwas Joghurt-Knoblauchsauce drüber und mit der Paprika-Butter beträufeln. Mit Minze und wenn erwünscht mit Pulbiber bestreuen und noch heiß servieren.

Eine Fotostrecke wäre vielleicht besser gewesen, aber da die Köchin diesmal meine liebe Mama war, gab es leider keine Möglichkeit die einzelnen Schritte festzuhalten. Ich hoffe ich konnte es trotzdem einigermaßen verständlich erklären, falls nicht fragt gerne, ich lese jeden Kommentar und beantworte auch gerne jede Frage, ob hier oder auf allen anderen bekannten Social-Media-Plattformen :)  

Gutes Gelingen! Und Danke Mama für das Care-Paket, Du bist die Beste!! <3

Liebste Grüße,
Sibel

Kommentare :

  1. Ich bin dermaßen glücklich, dass ich in einem migrantisch sehr bunten Bezirk lebe und daher aussuchen kann, wo mir die handgemachten Mantı am besten schmecken. Und ich kann sie zum Glück tiefgekühlt mit nach Hause nehmen, denn im Leben würde ich das nicht zusammenbringen, diese Zwerge zu falten. Meine Hochachtung vor allen, die so etwas schaffen!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Turbohausfrau, danke für Dein Kommentar!
      Du Glückspilz!! :)
      Eigentlich kenne ich so gut wie niemanden der das ganz alleine macht. Oft ist es eine gemeinsame Aktivität mit Freunden, die das auch beherrschen so wie andere eben Kegeln gehen oder so :D
      Hätte ich meine Mama nicht, würde ich wahrscheinlich auch viel seltener zum Genuss von Manti kommen.
      LG,
      Sibel

      Löschen
  2. Hallöle,

    ich weiß genau wovon du sprichst, ich habe Manti (wie kriegt man die ohne I-Punkt geschrieben??) schon im Schweiße meines Angesichts gemacht.

    Übrigens hat mein Vater damals gesagt: "Und wegen sowas hast du dich stundenlang in die Küche gestellt?!" *heul*

    Ich mag die aber wirklich gerne, täte mir die Arbeit nur nicht mehr an, ich würde die dann auch bei Mama beziehen. :O))

    LG
    Knöderl

    AntwortenLöschen
  3. Aha - so sehen also die Original von der türkischen Mama aus! Ich hab neulich auf gut Glück welche gemacht, und die mache ich sicher noch öfter.

    AntwortenLöschen