Dienstag, 3. Mai 2016

Mongolisches Rindfleisch


Ihr wisst, dass ich alleine schon wegen meiner Herkunft eine große Liebe zur türkischen Küche habe. Aber die Wahrheit ist, ich habe eine große Liebe einfach zu Essen überhaupt. Ich könnte das auch gar nicht abstreiten, denn es steht mir einfach an die Hüften geschrieben. #Schenkelklopfer



Ich esse nicht nur unheimlich gerne, ich gucke auch unheimlich gerne Essen an. Während andere Leute in ihrer Freizeit so sinnvolle Dinge wie Yoga, Fenster putzen oder echte Menschen im echten Leben treffen machen, klick ich mich munter durch Youtube Channels und Webseiten, die sich um's Essen drehen und lass mich inspirieren. Ich lass mir quasi in dem Moment, in dem ich die Sauce vom Tellerboden auslecke, bereits schon den Mund wässrig machen für Gerichte, die ich als nächstes kochen werde, weil ich praktisch 24h online bin auf solchen Portalen. Ein Dasein als Food-Nerd fordert eben seinen Tribut. Ich tue es gerne. Für Euch, für mich, für Muddi und das Bloggerland. #brauchtjemandTaschentücher?




So kam es jedenfalls, dass ich dieses Gericht fand, welches in der englischsprachigen Welt auf den Namen Mongolian Beef hört und welches ich Kraft eigener Hosenträger einfach mal mongolisches Rindfleisch umgetauft habe. Ich bin mir nicht so sicher, ob seiner Authentizität. Es sieht eben aus wie ein asiatisches Rindergeschnetzeltes aussieht, was es so mongolisch macht, ist mir selbst ein Rätsel. Wahrscheinlich ist es genauso authentisch wie Chili Con Carne mexikanisch oder Pizza Hawaii italienisch sind. #keepitreal 



Aber wir wollen hier ja nicht päpstlicher als der Papst sein und mir ist es ehrlich gesagt auch herzlich egal wie es heißt, Hauptsache es schmeckt. Und das tut es. Sehr sogar! 


Die Zutaten



650 gr. Rindersteak (empfehlen würde ich Flanksteak)
1 Gemüsezwiebel, groß
150ml Rinderbrühe
100ml Soja Sauce
70ml Hoisin Sauce

3 Knoblauchzehen
1 Stück Ingwerknolle, frisch (ca. halber Daumen groß)

3 Frühlingszwiebeln
1 Prise Zucker
Salz & Pfeffer

Sesam zum Bestreuen


Die Zubereitung



Steak und Zwiebeln in feine Streifen schneiden. Etwas Öl in der Pfanne heiß werden lassen und Zwiebeln sowie Steakstreifen scharf anbraten. Währenddessen Ingwer reiben und Knoblauchzehen pressen, mit in die Pfanne geben und kurz anbraten. Achtet darauf, dass der Knoblauch wirklich nur kurz mit angebraten wird, gerade so, dass er sein Aroma entfaltet sonst wird er bitter. Das Ganze mit Brühe ablöschen. Sojasauce und Hoisinsauce hinzufügen und auf mittlerer Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen bis die Sauce reduziert ist. Mit einer Prise Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Vorsicht mit dem Salz, da die Saucen bereits reichlich Salz mit sich bringen, also erst immer vorher kosten und dann bei Bedarf nachsalzen. 

Frühlingszwiebeln in feine Scheiben schneiden. Teller anrichten, Frühlingszwiebeln und Sesam darüber streuen. Uns schmeckt Reis dazu, aber auch Reisbandnudeln passen wunderbar. 


























Ich hoffe das Rezept hat Euch gefallen und Ihr probiert es auch mal aus. Bei uns wird es das jedenfalls öfters geben.

Bleibt mir hungrig!
Eure Sibel

Kommentare :

  1. Öhm, wo erkennst du denn da bitte nichts mongolisches. Also ich finde das sieht obermongolisch aus :D. Späßchen. Egal woher es kommt, es sieht lecker aus. Und wenn es dann auch noch lecker schmeckt ist doch perfekt.
    Liebe Grüße
    Ines

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  2. Wahnsinnig lecker und auch bei uns gerne gegessen. Ist zwar so mongolisch, wie Toast Hawaii südseeischen Ursprungs, aber egal. Und ich kann deine Auslassungen zu Beginn nur unterstreichen. Ich verbringe jede freie Sekunde ebenso.

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  3. Ich glaube es heißt mongolisches Reiterfleisch, weil die Mongolen die Angewohnheit hatten, das rohe Fleisch unter den Sattel (auf das Pferd) zu legen und dann weiter zu reiten. Nach einem schönen langen Ritt war das Fleisch wunderbar zart und grillfertig.

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