Dienstag, 21. Juni 2016

{ Klassiker } Türkischer Bohnensalat ~ Piyaz

Heute habe ich für Euch einen echten Klassiker der türkischen Küche. Ein Gericht, das sowohl als Mezze durchgeht als auch als Beilage zu gegrilltem Fleisch hervorragend passt. Wenn es bei uns zu Hause ein Buffet gab, dann gab es keins ohne Piyaz. So richtig besonders macht ihn der Sumak - oder hierzulande auch als Sumach bekannt. Der säuerliche Geschmack von Sumak passt wunderbar zu dem Rest der Zutaten. Historisch betrachtet kommt das Gericht wohl aus der persischen Küche, auch wenn schon meine Urgroßmütter Piyaz zubereitet haben und er aus der türkischen Küche gar nicht mehr wegzudenken ist. Geographische Nachbarn prägen eben auch kulinarisch und das ist auch gut so. In den arabischen Ländern kennt man Piyaz auch, allerdings komplett ohne Bohnen, dort versteht man unter Piyaz nur eine Art Beilage aus Zwiebeln, Sumak und Petersilie, welche zum Fleisch gereicht wird. Es lebe die Vielfalt! :)




Ich liebe diesen sommerlichen, frischen Salat mit unglaublichem Aroma. Je länger er zieht, desto besser wird er. Und das Schönste, er ist wirklich sehr schnell und unkompliziert zubereitet, wenn man die Bohnen schon im Voraus weich kocht. Natürlich könnt Ihr aber auch bereits gegarte Bohnen nehmen, dann geht es wirklich blitzschnell. Ich persönlich nehme gerne die großen Bohnen, auch wenn traditionell die kleinen, weißen Bohnen verwendet werden. Ich finde die großen einfach hübscher :)







Zutaten


1 Dose Weiße Riesenbohnen (240g Abtropfgewicht)
1 rote Zwiebel

1 Tomate
1/2 Bund Petersilie
1 TL Sumak
2 EL Apfelessig

2 EL Öl

1 TL Zucker

1 TL Salz


Zubereitung

Falls Ihr getrocknete Bohnen nehmt, dann über Nacht einweichen. Am nächsten Morgen im frischen Wasser gar kochen. 


Bohnen gut abtropfen lassen. In eine Schüssel geben. Tomaten waschen und in kleine Würfel schneiden. Zwiebeln in feine Streifen schneiden. Petersilie fein hacken. Alles in die Schüssel zu den Bohnen geben. Sumak drüber streuen. In einem Glas Essig, Öl, Salz und Zucker verrühren bis alles homogen ist und ebenfalls in die Schüssel geben. Alles schön vermengen und eine halbe Stunde ziehen lassen. Evlt. nochmal abschmecken.








Tipps


In einigen Regionen der Türkei fügen sie auch noch Tahin (Sesampaste) in die Sauce. Das ist nicht so meins, zumindest nicht in diesem Gericht, denn ich finde die Sesampaste passt zu der Frische des Salates nicht so sehr. Aber das ist absolute Geschmackssache und darf von experimentierfreudigen gerne ausprobiert werden. Ich wollte es nur als eine Anregung und Variationsmöglichkeit gesagt haben. :)



Desweiteren gibt es auch Leute, die keinen Essig im Salat mögen. Den Essig kann man durchaus auch durch Zitrone ersetzen, wenn man das möchte. Im Original geht es aber mit Essig :)



Letztendlich gilt: es ist erlaubt was schmeckt. Also ruhig Mut beim Probieren!

Ich hoffe Euch hat das Rezept gefallen und ich konnte Euch mal eine Idee zur Abwechslung auf dem Teller mitgeben.

Afiyet olsun!

Bleibt mir hungrig :)
Eure Sibel






Kommentare :

  1. Mhhh, deine türkische Woche erinnert mich an meinen Urlaub in Istanbul letztes Jahr. Ich hab ein großes Herz (was ich ja so wieso habe ;)) für die orientalische Küche. Also gerne noch mehr solch toller Rezepte.
    Liebe Grüße
    Ines

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    1. Liebe Ines,
      das freut mich sehr, wenn ich schöne Erinnerungen wach rufen konnte und dass Dir die orientalische Küche so gut gefällt. <3
      Dicken Knutscha an Dich!
      Sibel

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