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Sonntag, 11. Dezember 2016

Erdnussbutter-Schoko-Plätzchen

Das heutige Rezept, welches ich Euch präsentieren wollte, klang so einfach wie genial, dass ich es Euch unbedingt vorstellen musste. Ich frage mich als bekennende Erdnussbutter-Süchtige, wieso ich auf diese Idee nicht schon selber gekommen bin und es ausgerechnet auf Facebook in einer dieser Artikeln mit Überschriften wie "Punkt Nr. 3 hat mich besonders geschockt" oder "was sie mit dem Löffel macht, werdet Ihr nicht glauben" gefunden habe. 

Mit solchen bescheuerten Click-Bait Überschriften kriegt mich zwar normalerweise niemand, aber mit Erdnussbutter im Spiel, ist mir alles egal. Ich sah das Bild und es war beschlossene Sache. Frittierte Erdnussbutter-Bällchen. #bäääm



Ich hätte das Rezept selbst dann ausprobiert, auch wenn es in der Bild am Sonntag veröffentlicht wäre. Da bin ich völlig schmerzfrei. Aus Prinzip. Der Erdnussbutterliebe wegen. #truelove

Aber zurück zum Rezept. Für die ursprünglich angedachten frittierten Erdnussbutter-Bällchen wird im Original Rezept Blätterteig verwendet. Grundsätzlich würde ich immer empfehlen, den Blätterteig selbst herzustellen, auch wenn er langwierig in der Zubereitung ist. Für dieses Rezept aber wäre das tatsächlich verschwendete Liebesmüh, da es sich hier nicht um ein klassisches Blätterteig-Rezept handelt und zudem mit dem Teig auch etwas dilettantisch umgegangen wird. Wir frittieren ja schließlich nicht für die Sterneküche. #KirchemalimDorflassen


Ich hatte allerdings nicht mal einen fertigen Blätterteig zur Hand und da fing schon das Dilemma an. Also habe ich das Rezept abgewandelt und mir gedacht ich probiere es mal mit Mürbeteig. Mehr wie schief gehen kann es ja nicht und wie Ihr wisst, bin ich für Experimente ja immer zu haben. Okay, ich gebe zu es lag nicht an meiner Experimentierfreude diesmal, ich war zu faul, um zum Supermarkt zu laufen. Die Temperaturen sind ja auch nicht grade einladend draußen und außerdem hätte ich hiermit den Beweis erbracht: auch Faulheit kann zu was gut sein, zum Beispiel für die Entstehung eines genialen Rezeptes - äääh, wenn es denn geklappt hätte. Hat es aber nicht. Wäre ich mal lieber doch noch zum Supermarkt gelaufen. Ich war nur froh, dass ich nur ein Probier-Bällchen ins heiße Frittieröl gegeben habe, somit konnte ich den Verlust besser verkraften, als ich das Bällchen sich in all seine Bestandteile im Öl atomisieren sah. #fail


Ich wäre aber nicht ich, wenn ich nicht aus einem Fail eine Tugend machen würde. Also habe ich kurzerhand den Herd ausgeschaltet und den Backofen dafür vorgeheizt. Dann werden es eben Erdnussbutter-Schoko-Plätzchen. Na und? Hauptsache Erdnussbutter! Zum Glück ist Weihnachtszeit. Der Mann hat meine "aaarrghh!..ohhh nein, neeeeeein nicht auflösen!!! sj#jra9°12""544&%!!!!"-Schreie aus der Küche eh nicht gehört, da er die ganze Zeit über Kopfhörer auf hatte und ich habe es ihm so verkauft, als ob ich heute nie was anderes vor hatte als ihm Erdnussbutter-Plätzchen zu backen. Wer braucht auch schon so einen Hipster-Kram in frittiert und so. Pfftttt :) 



Zutaten

200 g Butter
100 g Puderzucker
300 g Mehl
1 Ei
1 Prise Salz
Erdnussbutter 
50 g dunkle Kuvertüre
Zuckerstreusel zur Deko

Zubereitung

Die Zubereitung ist äußerst simpel, aber braucht dennoch etwas Vorlauf. 
Zunächst formt Ihr mit Hilfe eines Löffels gleichgroße Erdussbutter-Kugeln und reiht sie auf einem Blech oder Tablett mit etwas Abstand einander an. Danach stellt Ihr das Blech ins Gefrierfach, um die Erdnussbutter-Kugeln anzufrieren. Das ist wichtig, damit es dann später beim Teigbällchen formen, keine Matschepampe gibt :)
Dann rührt Ihr aus den restlichen Zutaten Euch einen Mürbeteig und lässt ihn in Frischhaltefolie gewickelt im Kühlschrank für eine halbe Stunde ruhen. Dann rollt Ihr ihn aus und stecht mit Hilfe eines Glases oder eines Keksausstechers runde Formen aus dem Teig aus. In die Mitte gebt Ihr jeweils ein Erdnussbutterkügelchen und verschließt das Ganze dicht und formt es zu einem Teigbällchen. Dann reiht Ihr die Bällchen erneut auf ein Blech und stellt sie wieder ins Gefrierfach während Ihr den Backofen auf 180°C vorheizt. Nach dem Backen und Auskühlen Erdnussbutter-Bällchen mit geschmolzener Kuvertüre überziehen und dekorieren. 

Die Plätzchen sind so lecker gewesen, dass wir die frittierten Erdnussbutter-Bällchen gar nicht mehr vermisst haben :)



Bleibt mir hungrig!

Eure Sibel

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Meerrettich Panna Cotta mit dunkler Schokoladensauce

*Dieser Beitrag enthält Werbung für Schamel Meerrettich





Ich gebe zu, die Überschrift könnte dazu verleiten sie mehrfach zu lesen, da man meinen könnte man habe sich verlesen, aber nein es steht wirklich da: Meerrettich Panna Cotta. Ich weiß, Ihr habt schon viel mit mir durchgemacht. Ich habe Euch schon Sauerkraut in die Lasagne geschichtet, Spinat in den Kuchen gerührt und zuletzt Knoblauch-Joghurt über pochierte Eier gekippt und nun das. Aber ich schwöre Euch Ihr werdet mich für dieses Rezept lieben.

Doch ich fange am Besten von vorne an. Als Schamel an mich herantrat und mich fragte, ob ich Interesse an einer Kooperation hätte, habe ich mich sehr gefreut, die Möglichkeit geboten zu bekommen, denn wie Ihr wisst, lege ich viel Wert auf Regionalität und unterstütze gerne lokale Unternehmen. Meerrettich Anbau hat schon seit 500 Jahren Tradition in unserer Region und Schamel verarbeitet den Meerrettich schon seit über 150 Jahren in unserem schönen fränkischen Baiersdorf. Mein Lieblingsprodukt ist die Meerrettich Alpensahne, die ich schon immer gerne gekauft habe, aber ich muss gestehen, dass ich noch nie auf die Idee gekommen bin, sie anders zu verwerten, als sie in mein Dressing zu rühren oder auf's Lachsbrötchen zu schmieren. Wie einfallslos von mir, aber manche Dinge hinterfragt man einfach gar nicht, weil man es schon immer so gemacht hat, nicht wahr? 

Heute wird damit aufgeräumt, denn zusammen mit 4 weiteren Bloggern zeige ich Euch wie man ein spannendes 5 Gänge Menü mit Meerrettich zubereiten kann. Und wie Ihr es jetzt bereits erahnen könnt, habe ich das Dessert und somit den letzten Gang übernommen. Die köstlichen Kreationen meiner Bloggerkollegen habe ich Euch weiter unten verlinkt, schaut unbedingt auch bei ihnen vorbei, ich verspreche Euch es lohnt sich! 

Nun aber zu meinem Rezept. Ich liebe ja Herausforderungen aber zugegeben habe ich für einen Moment Panik bekommen, wie ich auf die Idee kommen konnte, das Dessert zu übernehmen. Bin wild in Gedanken zwischen Parfait, Souffle, Hippen und Küchlein gesprungen, konnte mich lange nicht entscheiden und dann habe ich mich einfach auf das besonnen, was ich selbst als Dessert sehr gerne mag: Panna Cotta. Dazu hat  mein Lieblingsprodukt Alpensahne auch sehr gut gepasst. Ein sahnig, süßes Dessert mit einem Hauch Schärfe. Beim ersten Probieren war ich selbst überrascht wie köstlich diese Kombination geschmeckt hat. 


Die Zutaten

Für die Panna Cotta

500 ml Sahne
1 Päckchen Gelatinepulver
90 g Zucker
3 TL Schamel "Meerrettich Alpensahne"
1 Vanilleschote

Für die Schokoladensauce

100 g dunkle Schokolade
1 EL Vanillezucker
250 ml Milch oder Sahne 


Die Zubereitung 

Gelatinepulver nach Anweisung aufquellen lassen. Währenddessen die Sahne in einen Topf geben. Zucker, Meerrettich Alpensahne und Vanilleschote hinzufügen und unter ständigem Rühren aufkochen. Topf vom Herd nehmen und Gelatine einrühren bis sie vollständig aufgelöst ist. Vanilleschote herausnehmen und in kalt ausgewaschene Dessertgläser oder Förmchen füllen. Etwas abkühlen lassen und 8 Std. oder noch besser über Nacht im Kühlschrank kühlen lassen.

Für die Schokoladensauce Schokolade im Wasserbad schmelzen lassen. Milch und Vanillezucker in einem Topf erhitzen. Schokoladensauce in die Vanillemilch hinzufügen und gut einrühren, aber nicht aufkochen lassen. 

Panna Cotta auf einen Teller stürzen mit Schokoladensauce servieren und nach Bedarf mit Schokospänen garnieren.



Tipps

Um Kalorien zu sparen kann man auch die Sauce mit Wasser anrühren allerdings bräuchte es dann auch zum Binden einen TL Speisestärke dazu. 

Um die Panna Cotta unfallfrei aus der Form zu lösen empfiehlt es sich zuerst mit einem Messer ganz vorsichtig den Rand zu lösen und die Form anschließend für einige Sekunden in heißes Wasser zu tauchen. 


Seid mutig und probiert das Rezept unbedingt aus. Es ist wirklich unglaublich lecker. Ich habe es bereits als Nachspeise für mein Weihnachtsmenü aufgenommen.

Hier nochmal das komplette Menü:

1. Gang von Peter Spandl (Aus meinem Kochtopf)
Rote Beete-Ravioli mit Meerrettichschaum


2. Gang von Irina Lauterbach (Lecker macht Laune)
Kartoffelpuffer mit Wirsing-Meerrettich-Pesto


3. Gang von Uwe Spitzmüller (Highfoodality)
Lachs  mit Avocado-Püree, Meerrettich-Aioli, Dill und Buchweizen-Granola


4. Gang von Petra Hola-Schneider (Holla die Kochfee)
Bürgermeisterstück mit Meerrettich-Gin-Espuma

5. Gang von mir (Rezept siehe oben)
Meerrettich Panna Cotta mit dunkler Schokoladensauce


Bleibt mir hungrig!
Eure Sibel

*Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Schamel Meerrettich Feinkost. Der Inhalt meines Beitrages bleibt davon unbeeinflusst und spiegelt ausschließlich meine eigene Meinung wider.

Sonntag, 4. Dezember 2016

Erdbeer-Hefeteigschnecken mit Vanilleglasur

Ich weiß, ich bin die treuloseste Tomate auf Erden. Ich hätte eigentlich schon längst etwas veröffentlichen sollen, hab Meal Prepping Friday groß angekündigt und hab die letzten Wochen gar nichts gepostet. *hust* Ich entschuldige mich in aller Form, aber ich hab mich zeitlich total verkalkuliert und bin leider zu nichts gekommen. Das Projekt verschiebe ich daher ins nächste Jahr. Um Euch milde zu stimmen habe ich heute dafür ein mega tolles Rezept für Euch. Mit ganz viel glücklich machenden Kalorien, nämlich Erdbeer-Hefeteigschnecken mit Vanilleglasur. Das Rezept macht überhaupt keine Mühe, braucht nur wenige Zutaten und hatte ich schon die glücklich machenden Kalorien erwähnt?



Ein Traum von Soulfood und genau richtig für gemütliche Sonntage. Da gerade keine Erdbeersaison ist, habe ich tiefgekühlte Erdbeeren verwendet, in der Saison funktioniert das aber auch sehr gut mit frischen Erdbeeren. 

Die Zutaten

Für den Hefeteig

500 g Mehl
75 g Butter
250 ml Milch
1 Ei
1 Päckchen Trockenhefe
3 EL Zucker
1 Prise Salz

Für die Füllung

1 Pk. gefrorene Erdbeeren
1 EL Zucker
1 TL Speisestärke

Für die Glasur

Puderzucker n. B.
Milch n. B.
1 Schuss Vanille-Extrakt





Die Zubereitung

Erdbeeren auftauen. Für den Hefeteig lauwarme Milch in eine Schüssel geben, Trockenhefe und Zucker hinzfügen und umrühren. Danach Mehl, Salz und das Ei und weiche Butter hinzufügen und Das Ganze zu einem geschmeidigen Teig kneten. Abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit die Erbeeren klein schneiden, in einem kleinen Topf unter ständigem Rühren aufkochen lassen. Zucker und Speisestärke hinzufügen und noch weitere 1-2 Minuten rühren. Sobald die Masse sämig und streichfest geworden ist zur Seite stellen und abkühlen lassen. 



Hefeteig nach dem Gehen zu einem Rechteck ausrollen. Erdbeerfüllung auf dem Hefeteig verteilen und dabei gut 2-3 cm Abstand vom Rand halten, damit die Füllung beim Rollen nicht überall rausläuft. Dann vorsichtig zu einer festen Rolle rollen und mit einem scharfen Messer ca. 2 cm dicke Scheiben abschneiden. In eine geeignete Auflaufform geben. Das Ganze mit etwas Milch bestreichen und bei 180°C ca. 25-30 Minuten backen. 



Vor dem Servieren noch eine Glasur aus Puderzucker, Milch und Vanille-Extrakt zusammenrühren und schon könnt Ihr reinbeißen. Ich mag die Hefeteigschnecken noch lauwarm. 


Bleibt mir hungrig!
Eure Sibel