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Donnerstag, 16. Juni 2016

{ Türkische Klassiker } Nudeln mit Hackfleisch-Joghurt-Sauce ~ Kıymalı YoĞurtlu Makarna

Als meine Mutter mir Nudeln mit Hackfleisch-Joghurt-Sauce zum ersten Mal vor die Nase setzte, war ich noch recht klein und recht verdutzt über den Anblick auf meinem Teller. Wie jedes Kind liebte ich Spaghetti Bolognese und meine "Bolognese" auf dem Teller sah diesmal etwas blass aus. War sie krank? Wie zum Teufel konnte die Farbe aus der Sauce verschwinden? Konnte etwa meine Mama Farben aus Saucen wegzaubern? Bevor ich noch in meiner kindlichen Welt meine fantastischen Theorien weiter ergründen konnte, entriss mich meine Mama aus meiner Traumwelt mit der Frage, ob ich noch mehr Joghurt dazu haben wollte. Mehr Joghurt? Da war Joghurt drin??? Ich weiß gar nicht, ob in dem Moment mein Entsetzen oder meine Enttäuschung größer war. Entsetzen darüber, dass Joghurt im warmen Essen drin ist, worauf ich gar nicht klar kam und Enttäuschung darüber, dass die Erklärung, warum meine Bolognese weiß ist, so banal war. Meine Mutter konnte gar nicht zaubern. :(




Heute weiß ich, dass sie es doch kann! Sie kann nämlich zu jederzeit mit allen Zutaten, die sie grad zuhause hat was Leckeres auf den Tisch zaubern. Mama ist halt die Beste! Und ich lernte das Joghurt in warmen Speisen sehr wohl schmeckt. Wer da also Bedenken hat, darf sie ruhig ablegen und das mal ausprobieren. Kıymalı Yoğurtlu Makarna und ich sind heute nämlich Best Friends geworden und dazu hat es nicht mal einen Zauberstab gebraucht.

Wollt Ihr Euch und Eure Lieben mit diesem Gericht auch verzaubern lassen? Dann verrate ich Euch doch gleichmal das Rezept. 





Zutaten

Nudeln (nach Bedarf)
250 gr. Hackfleisch vom Rind
7 EL Süzme Yoğurt (Sahnejoghurt 10% Fett)
1 Zwiebel 
2 Knoblauchzehen
1 EL Paprikamark
1 TL Paprikapulver
1 Prise Zimt
Salz & Pfeffer



Zubereitung

Nudeln nach Packungsanweisung in Salzwasser kochen, abschrecken und abtropfen lassen. Währenddessen Knobauchzehen pressen und zusammen mit dem Süzme Yoğurt in einer Schüssel verrühren, mit Salz abschmecken. Beiseite stellen. Zwiebeln fein würfeln und zusammen mit dem Hackfleisch in einer Pfanne in etwas Öl anbraten. Paprikamark und Paprikapulver hinzugeben und etwas mit anbraten. Mit Zimt, Salz & Pfeffer abschmecken. In einem großen Topf Butter schmelzen lassen. Nudeln darin schwenken, Hackfleischsauce drüber geben und schön vermengen. Warm auf Tellern anrichten, zusammen mit Knoblauch-Joghurt servieren. 

Tipp

Wer es gerne scharf mag, nimmt statt Paprikapulver lieber Pul Biber (Amazonpartnerlink). Den kriegt Ihr aber auch in jedem türkischen Supermarkt. 

Afiyet olsun!


Bleibt mir hungrig,
Eure Sibel




Sonntag, 5. Juli 2015

Rouladen mit Frühlingszwiebeln nach Johann Lafer




Das ich leicht einen an der Klatsche habe dürfte jedem, der hier regelmäßig mit liest ja hinlänglich bekannt sein. Heute allerdings habe ich mich selbst übertroffen. Nürnberg schwitzt und röchelt bei gefühlten 40°C am bislang heißesten Tag des Jahres vor sich hin und was macht Frau Insane? Genau, schiebt bei der Hitze noch Rouladen in den Ofen, um die Küche zwei Stunden lang zusätzlich dauer zu beheizen. Wir haben verdammt lange Winter- und Kältemonate, sich da etwas in den Backofen schieben kann ja jeder.^^

Alles halb so wild. Sonnenliege neben dem Backofen, heimische Zimmerpalme dazugestellt, Füße in einem Eimer eiskaltem Wasser und ein kühles Getränk in der Hand und schon hat man ein Erlebniskochen wie im Urlaub! Nur der Mr. Insane hat sich einwenig angestellt, er wollte sich partout keine Tube Selbstbräuner auftragen, um sich dann ab und an mit gekonntem südländischem Akzent nach meinen Wünschen zu erkundigen womit das Urlaubsfeeling perfekt gewesen wäre. So ein Spielverderber!

Diese köstlichen Rouladen habe ich nach einem Rezept von Johann Lafer zubereitet, welches ich nur leicht abgeändert habe.

Das angenehme an diesen Rouladen ist, man braucht sich keine Gedanken zu machen, ob sie wirklich dicht sind und muss sich auch nicht zwei Stunden mit dem Küchengarn verrenken bis man sie festgebunden hat. Sie werden nämlich nur gerollt und die Enden bleiben offen, weil gar nichts drin ist was wieder herauslaufen kann. Praktisch, nech? Genau das Richtige für talentbefreite und geschicklichkeitsferne Leute wie mich.^^


Ihr braucht folgende Zutaten:

4 Rouladen
3 EL Tomatenmark
1 EL scharfen Senf
1 EL frische Thymian Blättchen
8 Scheiben Bresaola
4 Frühlingszwiebeln
2 rote Zwiebeln
2 EL Butterschmalz
Salz & Pfeffer

Für die Sauce:
150ml trockenen Rotwein
120ml Johannisbeersaft
200ml Rinderfond

Außerdem:
200gr braune Champignons
1 EL Butterschmalz


Zunächst die Rinderouladen waschen, trockentupfen und mit Salz und Pfeffer würzen.
Tomatenmark, Senf sowie den Thymian miteinander vermengen. Jede Roulade dünn damit bestreichen. Nun mit Bresaola Scheiben belegen (je zwei pro Roulade). Frühlingszwiebeln waschen und putzen. Je eine Frühlingszwiebel in eine Roulade einwickeln, die Enden dürfen ruhig rechts und links rausschauen. Mit einem Holzstäbchen befestigen. 
In einem Bräter Butterschmalz heiß werden lassen und Rouladen von allen Seiten darin scharf anbraten, so dass sie schön braun werden. Währenddessen rote Zwiebeln klein schneiden und mit in den Bräter geben, kurz mitdünsten. 
Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Das Ganze mit dem Rotwein ablöschen, Johannisbeersaft sowie Rinderfond ebenfalls hinzufügen. Den Bräter abdecken und in den vorgeheizten Ofen für ca. 1 Std. zum schmoren geben. 
Nach der Garzeit die Rouladen herausnehmen und warmhalten. Die Sauce reduzieren lassen. Währenddessen Champignons putzen und halbieren und in einer separaten Pfanne in Butterschmalz andünsten. Sobald die Sauce die gewünschte Sämigkeit hat, sie durch ein feinmaschiges Sieb passieren, nochmal abschmecken und Champignons hinzufügen. Auf einem Teller anrichten, Sauce drüber geben und ggf. mit frischem Thymian dekorieren. Uns hat Kartoffelstampf dazu geschmeckt. Muss ja nicht immer Kloß sein.^^


Rettet den Sonntagsbraten - denn weniger ist besser!So meine Lieben und da ich ja immer den Sonntagsbraten zelebriere ist dies mein Dritter Beitrag zu Stephs Dauerevent "Rettet den Sonntagsbraten" - heute würde das Motto allerdings rettet die Köchin besser passen, nach der Nummer habe ich 3 mal kalt geduscht und eine halbe Stunde im Sauerstoffzelt verbracht. Ich wollte es ja nicht anders! :)
Hier könnt Ihr nochmal nachlesen was es mit dem Event auf sich hat. Da ich jetzt schon zum Dritten mal mitmache und es bei den ersten beiden Beiträgen bereits ausführlich erklärt habe, will ich mit Wiederholungen Euch nicht überstrapazieren.

Bleibt mir hungrig!

Eure
Sibel




Sonntag, 31. Mai 2015

Geschnetzeltes von der Pute mit Pilzrahmsauce



Sehr aktiv war ich die letzten Tage *hust* Wochen ja leider nicht. Im Hause Insane ist wieder mal alles drunter und drüber gegangen. Zu wenig Schlaf, viele Termine, Arbeit statt Urlaub. Da kam was zusammen. Dafür hole ich jetzt meinen Urlaub nach und kann mich die ganze Woche meinem Blog widmen. Hurra!

Und da man sich gleich am ersten freien Wochenende nicht übernehmen sollte, gibt es heute was super einfaches, was sich fast von selbst kocht und dabei soooooo lecker ist. Richtige Soulküche, nämlich Geschnetzeltes von der Pute mit Pilzrahmsauce.

Rettet den Sonntagsbraten - denn weniger ist besser!
Ihr wisst ja, dass wir im Hause Insane unseren Fleischkonsum sehr eingeschränkt haben und eigentlich nur noch an den Wochenenden Fleisch essen. Ich finde es super, das Stephanie von Kleiner Kuriositätenladen ihr Dauerevent "Rettet den Sonntagsbraten" eingeführt hat, das passt auch total in unser Konzept und so habe ich immer wieder einen Beitrag für sie parat. Für diejenigen, die von dem Event noch nichts gehört haben, kann ich kurz noch erwähnen, dass es nicht darum geht mehr Fleisch zu Essen, sondern darum, dass man seinen Fleischkonsum überdenkt und auf Qualität setzt statt auf Quantität.

Ich  möchte auf gar keinen Fall als Moralapostel hier stehen und mit erhobenem Finger Euch in Euren Fleischkonsum einreden. Das liegt mir wirklich fern. Es ist klar, dass qualitatives Fleisch seinen Preis hat und die meisten Menschen sich im allgemeinen etwas schwer tun dafür ihren Fleischkonsum einzuschränken. Mir persönlich ist es ehrlich gesagt auch nicht einfach gefallen. Es war ein rein pragmatischer Entschluss irgendwann, so wie ich auch mit dem Rauchen vor nunmehr 6 Jahren von heute auf morgen aufgehört habe, obwohl ich eigentlich sehr gern geraucht habe. Ich unterstütze Stephs Event vom ganzen Herzen, weil uns allen etwas mehr Bewußtsein über unseren eigenen Konsum hin und wieder sicherlich gut tut. 

Ich persönlich finde es inzwischen sehr wichtig zu wissen, woher mein Fleisch kommt unter welchen Bedingungen die Tiere gelebt haben und natürlich auch, was ich mir da eigentlich als Nahrung selbst zuführe. Seit Anfang diesen Jahres habe ich Dank Uwe von Highfoodality einen tollen Natur-Metzger für mich entdeckt. 
Das Putenfleisch, welches ich für das heutige Gericht vom Seefried bezogen habe, ist frei von Antibiotika oder irgendwelchen Wachstumsbeschleunigern. Die Tiere werden artgerecht gehalten und haben doppelt soviel Platz wie es von der EU vorgeschrieben ist. Es steht sogar Abwechslung und Beschäftigung für die Tiere auf dem Programm und das Futter für die Tiere kommt aus eigenem Anbau. 

So, jetzt aber genug erzählt, hier kommt das Rezept für das Geschnetzelte. Ihr braucht also folgende Zutaten:

500gr. Putenschnitzel 
2 mittelgroße Zwiebeln
300gr. Champignons, braune
150ml Weißwein (Riesling)
250ml Hühnerbrühe
100gr. Creme Fraiche
2 Lorbeerblätter, getrocknet
1-2 EL Speisestärke
Salz & Pfeffer
Öl, neutral
Schnittlauch zum Garnieren

Zubereitung:

1. Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Salzen und Pfeffern. 
2. Öl in einer Pfanne heiß werden lassen und Fleisch darin scharf anbraten
3. Zwiebeln grob in Scheiben schneiden und ebenfalls in die Pfanne geben und mit anbraten.
4. Mit Weißwein ablöschen, Hühnerbrühe und Lorbeerblätter hinzufügen und ca. 20 Minuten auf kleiner Flamme schmurgeln lassen. 
5. Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Zusammen mit dem Creme Fraiche in die Pfanne geben. 
6. Speisestärke einrühren, kurz nochmal aufkochen lassen und dann bei geringer Hitze weitere 10 Minuten köcheln lassen. Evtl nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.
7. Schnittlauch waschen und in kleine Röllchen schneiden. 
8. Auf einen Teller anrichten und mit Schnittlauch garnieren.


Wir haben dazu Schupfnudeln gegessen. Das Grundrezept für hausgemachte Schupfnudeln gibt auch demnächst auf dem Blog. Spätzle schmecken aber sicherlich auch sehr gut dazu. 

Ich hoffe Ihr habt noch einen schönen Rest-Sonntag. Ich habe wie erwähnt nächste Woche Urlaub, somit hört Ihr schon gleich Morgen wieder von mir. 

Bleibt mir hungrig!
Liebe Grüße,
Eure Sibel














Freitag, 6. März 2015

Schwarze Bohnennudeln in Kokos-Curry-Sauce



Habt Ihr schon mal Nudeln aus schwarzen Bohnen probiert? Also nicht mit Bohnen sondern aus. Nein? War auch mein erstes Mal. Entdeckt hat sie die liebe Steffi von kochtrotz.de auf der BioFach Messe, auf der wir gemeinsam waren und ich durfte sie behalten, obwohl Steffi sie rum geschleppt hat.^^ Herzallerliebst, danke nochmal liebe Steffi!

Sie bestehen tatsächlich nur aus Wasser und schwarzen Bohnen. Sie sind reich an Proteinen und extrem gut für Allergiker geeignet und obendrein auch vegan. Ich persönlich bin weder von Allergien betroffen noch ernähre ich mich ausschließlich vegan, aber ich bin stets offen für Sachen, die ich noch nie probiert habe.

Als ich auf der Seite des  Herstellers nach  Rezepten gestöbert habe, weil ich einfach keine Ahnung hatte, was da am besten zu passt, habe ich gesehen, dass ganz viel Curry damit gemacht wird. Also habe ich ganz unspektakulär mein allerwelts rotes Curry Rezept dazu adaptiert, um mich mal der Sache heranzutasten.

Für das Curry braucht Ihr:

400ml Kokosmilch
2 Paprika
Frischen Ingwer, Daumengroß
1 EL rote Currypaste (das könnt Ihr aber nach Eurem Schärfe-Geschmack variieren)
1 EL Zucker
2 EL Sojasauce (indonesische)

ein paar Stiele Koriander
Etwas Öl zum Anbraten.



Zubereitung: 

Bohnennudeln nach Packungsanleitung gar kochen. Paprika in Streifen schneiden. Ingwer schälen (am besten klappt das mit einem Teelöffel) und reiben. Öl in eine Pfanne geben. Paprika streifen darin scharf anbraten, etwas davon als Deko beiseite legen, den Rest in der Pfanne behalten. Ingwer hinzufügen und ebenfalls kurz mitdünsten und mit Kokosnussmilch ablöschen. Currypaste, Zucker und Sojasauce hinzufügen und einmal aufkochen lassen. Nudeln absieben und mit in die Pfanne geben. Leicht köcheln lassen. Frisch gehackten Koriander drüber geben und nochmal schwenken. Auf einem Teller anrichten und mit Paprikastreifen garnieren.




Ich persönlich fand die Bohnennudeln ganz lecker vom Geschmack her, nur die Konsistenz war etwas gewöhnungsbedürftig. Extra kaufen würde ich sie mir jetzt nicht nochmal, aber für Allergiker ist das sicherlich eine gute Option. Bestellen kann man sie z.B. bei der Food Oase. Die Nudeln gibt es auch aus Sojabohnen (nicht auf dem Bild) und Edamame. Letzteres habe ich auch noch im Schrank stehen. Damit wird als nächstes experimentiert. 

Vielleicht probiert Ihr es ja auch mal und lasst es mich wissen, wie es Euch geschmeckt hat.

Bleibt mir hungrig!

Eure Sibel

Mittwoch, 11. Februar 2015

Die Mädchenküche kocht zusammen #1 - Rosenkohl-Erdnusscurry mit gebratenen Steakstreifen und Thai-Bandnudeln



Ich muss zugeben dieses Gericht entstand etwas unter Panik und Zeitdruck und ein zweiter Anlauf wäre bei Misslingen nicht drin gewesen. Aber es hat mir auch was beigebracht, nämlich dass ich unter Druck am Kreativsten und am Besten arbeiten kann. Das Ergebnis war nämlich köstlich und das trotz Improvisation. Und ich meine K-Ö-S-T-L-I-C-H.^^

Und warum das Ganze? Natürlich weil heute unser gemeinsamer Kochtag in der Mädchenküche ist und ich natürlich trotz Ankündigung vor Monaten und massig Zeit es auf den letzten Drücker machen musste. Wie ich Euch hier schon erzählt habe, war unser erstes Thema Hülsenfrüchte. Zunächst durfte jeder von uns ein frei ausgesuchtes Gericht kochen und präsentieren und zum Abschluss haben wir ein Gericht ausgesucht, dass wir alle gleichzeitig auf unsere eigene Art und Weise interpretieren. In dem Fall sollte es ein Curry werden - natürlich passend zum Oberthema Hülsenfrüchte. Tatttaaaaaaaaaaa, hier kommt also mein Rosenkohl-Erdnusscurry mit gebratenen Steakstreifen und Thai-Bandnudeln. 

Ähh, wo steckt da die Hülsenfrucht könnte der ein oder andere Fragen - denn man erwartet meist eher Bohnen, Linsen oder Kichererbsen, aber botanisch gesehen ist die Erdnuss tatsächlich eine Hülsenfrucht und somit auch der Hauptdarsteller meines Rezeptes. Das ganze habe ich der Saison entsprechend mit Rosenkohl aufgepeppt. Rosenkohlliebhaber kommen also gleich doppelt zu ihrem Vergnügen. Mein Mann gehört da eher nicht dazu - er sitzt jetzt noch Kopfschüttelnd hinter mir und kann es nicht fassen, dass ich tatsächlich Rosenkohl in diesen ansonsten für ihn lecker schmeckenden Curry reingehauen habe.^^ Tjach. 



Hier also die Zutaten:

250gr Rosenkohl, frisch
150gr Rindersteak
1 Zwiebel, groß
2-3 EL Öl
400ml Kokosnussmilch
1 EL rote Thai-Curry Paste
3 EL Erdnussbutter
2 TL brauner Zucker
2 EL Sojasauce, indonesisch (süßlich-mild)
Salz nach Bedarf
1 EL Erdnüsse zum Garnieren

Außerdem Thai-Bandnudeln aus dem Asialaden

Und so wird es gemacht:
Salzwasser für die Nudeln aufsetzen und Bandnudeln nach Packungsanweisung garen.
Rindersteak in feine Scheiben schneiden. Zwiebel in grobe Scheiben schneiden. Rosenkohl von den obersten Blättern befreien, waschen und den Strunk abschneiden, evtl. halbieren. Öl in der Pfanne erhitzen, Zwiebeln zusammen mit den Steakstreifen kräftig anbraten, nach ein zwei Minuten den Rosenkohl dazugeben und mitdünsten. Das Ganze mit Kokosmilch ablöschen, Curry-Paste, Erdnussbutter, Zucker sowie Sojasauce einrühren und aufkochen lassen. Mit Salz abschmecken. 
Erdnüsse in einem Mörser grob stoßen, bei Bedarf in einer kleinen Pfanne rösten. In einer Schüssel Bandnudeln anrichten und Rosenkohl-Erdnusscurry darüber geben mit Erdnüssen bestreuen. 


Ich sag Euch, echt der Knaller. Ich habe Nachschlag holen müssen. Ich bin richtig stolz auf meine Kreation :)
Aber nicht nur mein Gericht konnte mich selbst begeistern auch die anderen Mädels haben ganz tolle Kreationen gemacht. Seid Ihr gespannt was sie so alles gezaubert haben? Dann hier entlang..

Wo geht's zum Gemüseregal?: Kichererbsen-Curry

moey's kitchen: Kichererbsen-Curry



Meine vegetarisch - delikate Kochwelt: Linsen-Dinkel-Curry mit Ananas und Mandeln



No Fastfood today: Lammcurry mit Belugalinsen


Nathalie von Holunderweg 18 musste diese Runde aussetzen, weil ihre Küche auf Reisen ist.


Und nun? Ja nun seid Ihr dran. Ab morgen dürft Ihr bei Franzi unter diesem Posting Euer Hülsenfrucht-Rezept als Link posten. Falls Ihr keinen Blog habt, dürft Ihr uns auch auf die Facebook Seite von Mädchenküche eine Nachricht mit Eurem Rezept und einem Bild schicken. Wir werden im Laufe der Zeit alle eingereichten Rezepte auf unserer Fanpage nach und nach veröffentlichen, damit wir alle zusammen noch viel mehr Spaß an Hülsenfrüchte-Rezepten haben.

An meine Mädels: Ihr seid toll! Es hat mir sehr viel Spaß gemacht mit Euch zusammen zu kochen und ich freue mich schon sehr auf die nächste Runde wenn es heißt "die Mädchenküche kocht #2" 

Und Ihr meine Lieben dürft gespannt sein, welches Thema wir als nächstes für Euch im nächsten Quartal haben. Ich freu mich jedoch jetzt schon sehr auf Eure Einsendungen zum Thema Hülsenfrüchte!

Bleibt mir hungrig!
Eure Sibel



Sonntag, 18. Januar 2015

Schnelle Küche - Bunter Gemüsetopf mit Kasseler




Nachdem ich gestern beim Foodtruck-Roundup in Nürnberg war und mir den halben Tag den Hintern abgefroren habe, sehr viel rumgelaufen bin und deftig gegessen habe, war mir heute mehr nach Verkriechen unter der Schmusedecke auf der Couch und faul den Tag verstreichen lassen. Wenn da nicht einem der Hunger heimsuchen würde. Hilft ja nichts. Aber statt stundenlang in der Küche rumzustehen gab es ein super schnelles Gericht als Kompromiss, das ruck zuck auf dem Tisch steht, damit man so schnell wie möglich mit vollem Wanst glücklich und zufrieden wieder unter die Kuscheldecke kriechen kann. Hach, ich liebe faule Sonntage. Und da ich mich jetzt pappsatt genau dem widmen werde, gibt es für Euch schnell das Rezept für diesen bunten Gemüsetopf mit Hähnchen Kasseler ganz ohne schnick schnack. 

Für 4 Portionen braucht Ihr:

200gr Kasseler
500gr Kartoffeln

300gr Karotten
1 Paprika
1 Zwiebel

300ml Hühnerbrühe
200gr. Schmand
1/2 TL Paprikapulver

Salz & Pfeffer
gehacktes Basilikum





Zwiebel fein schneiden, Kasseler und das Gemüse in gleich große Stücke würfeln. In einer großen Pfanne in etwas Öl Zwiebeln andünsten, Gemüse, Paprikapulver, Salz und Pfeffer dazu geben und ebenfalls ein paar Minuten mitdünsten. Kasseler hinzufügen und das Ganze mit Hühnerbrühe ablöschen, aufkochen und ca. 15-20 Minuten mit dem Deckel zugedeckt leicht köcheln lassen. Schmand unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Beim Anrichten mit gehacktem Basilikum bestreuen und schon seid Ihr fertig. 

Das ist so schmackhaft, dass ich mich hätte reinlegen können. Richtiges Soulfood für kalte Wintertage. Das Gericht schmeckt auch ohne Kasseler und mit Gemüsebrühe für die vegetarische Version ganz wunderbar. Unbedingt mal probieren. 

Habt einen schönen Restsonntag und einen guten Start in die Woche morgen :)

Bleibt mir hungrig!
Eure Sibel

Montag, 29. Dezember 2014

Fränkische Küche: Saure Zipfel - Rezept aus dem Lesekochbuch Bayreuth




Ich hoffe Ihr habt alle Weihnachten gut überstanden und hattet einpaar schöne besinnliche Tage im Kreise Eurer Lieben. Ich persönlich schlemme noch über die Weihnachtstage hinaus fröhlich weiter. Mein Vorsatz kulinarisch kürzer zu treten ist erst ab Neujahr gültig und das dann auch wie ich mich kenne höchsten 3 Tage lang. 

Also tut mir leid, es gibt keinen Fitness-Salat oder so, aber dafür leckere lokale Küche. Nämlich die fränkische! Köstlich und obendrein super einfach zu machen - Saure Zipfel

Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich von sauren Zipfeln gehört als ich noch zarte 19 Jahre alt war. Ich bin ja in einem türkischen Haushalt aufgewachsen, da gab es keine Zipfel - weder sauer noch süß.^^ Meine damalige Arbeitskollegin erzählte eines Tages mal in der Mittagspause, dass sie bei ihrer Oma essen war und dass sie leckere saure Zipfel zubereitet hätte. Ich konnte zu dem Zeitpunkt nicht mal mit dem Namen was anfangen und fragte neugierig was das denn sei, es klang nicht mal appetitlich. Und ganz ehrlich, als sie mir erzählte, dass es sich um Bratwürste in Essig-Sud handle, wurde mir ganz flau im Magen. Ich kannte natürlich die leckeren Nürnberger Bratwürste - aber vom Grill! Essigsud? wahhhhhhhh....

Und dann viele Jahre später - genau genommen so 17 Jahre später - kam ausgerechnet ein Preuße um die Ecke und setzte mir Fränkin saure Zipfel vor die Nase. Nun ja, es ist lokale Kost und als stolze Fränkin kann man ja schlecht zugeben, dass man sich davor gruselt - jedenfalls nicht gegenüber einem Preußen, der sowieso immer nur Witze über Franken macht! Ich kleiner verkappter Lokalpatriot.^^ Ich biss also beherzt und todesmutig in die Bratwurst, die in dem Fall ja eigentlich eine Brühwurst war und dann, ja dann war es um mich geschehen. Ich liebe seitdem saure Zipfel und ärgere mich vielmehr, dass ich sie nicht schon viel früher probiert habe! 

Sie einmal auch selbst zu zubereiten kam mir bislang nicht in den Sinn bis ich eines Tages dieses tolle Lesekochbuch im Postkasten hatte. Da entdeckte ich das Rezept und es stand sofort fest, das werde ich als erstes versuchen. 






Das Buch Bayreuth ist im Sutton Verlag erschienen und handelt wie der Name schon vermuten lässt von der regionalen Küche. Die beiden Autoren stammen aus Bayreuth, daher sind in diesem liebevollen Buch Rezepte drin, die sie von ihren Müttern und Großmüttern kennen. Auch wenn das Buch der Bayreuther Hausmannskost gewidmet ist, sind natürlich fast alle Gerichte in ganz Franken bekannt, man kann also den Inhalt auch auf die fränkische Küche ausbreiten. 

Höchst herzerwärmend sind nicht nur die Rezepte sondern auch die vielen Geschichten, Sinnsprüche und Gedichte mit denen dieses Buch bespickt ist und das schöne daran - auch noch in Mundart. Ich habe jedenfalls an vielen Stellen geschmunzelt und auch mal herzlich gelacht. Wer den Dialekt nicht versteht braucht aber keine Angst zu haben. Die Geschichten sind alle auch in Hochdeutsch nochmals abgedruckt. 

Die Rezepte selbst sind in Kategorien Suppen, Warmes, Süßes, Gebäck, Brotzeit und Getränke aufgeteilt. Und dann gibt es noch ein Mundart-Wörterbuch sowie einen Einblick in das Bayreuther Leben :)

Die Rezepte sind durchgehend bebildert. Die Aufmachung des Buches kommt etwas rustikal daher, so altbacken, aber ich finde thematisch genau passend. Es vermittelt Heimat, Tradition und alles was Leib und Seele gut tut. Wenn man sich drauf einlässt, ist es fast so als säße man in Omas Stube. 

Fazit: alles in allem ist das ein wirklich schönes Buch und die Anschaffung wert, wenn man lokale Küche mag. Auch sicherlich toll als Geschenkidee. Ich liebe ja die deutsche Küche und noch mehr die fränkische und danke Gott jedesmal, dass mein Vater als Gastarbeiter nicht irgendwo in Deutschland sondern in Franken gelandet ist. Was wäre nur das Leben wert ohne Kloß mit Soß'?! ^^ Daher bin ich wirklich Feuer und Flamme für dieses Buch.

Ach, und damit Ihr Euch nicht nur an dem Bild satt sehen müsst, gibt es hier noch das Rezept für die sauren Zipfel.

Ihr braucht: 

1L Wasser
1/2 Tasse Essig (ich habe Weißweinessig genommen)
1/2 Tasse Weißwein
3 Zwiebeln
Salz
1 EL Zucker
2 Lorbeerblätter
4-8 Bratwürste 


Zubereitung:

Zunächst bringt Ihr in einem geeigneten Topf Wasser, Essig und Wein zum Kochen. In der Zwischenzeit schneidet Ihr die Zwiebeln in feine Ringe. Sobald das Wasser-Essig-Gemisch kocht gebt Ihr die  Zwiebeln, Salz, Zucker und Lorbeeren hinzu und lässt es noch ein wenig köcheln. Dann schaltet Ihr die Hitze runter, so dass der Sud nicht mehr kocht sondern nur noch simmert und gebt die Bratwürste hinein und lässt sie ca. 15 Minuten ziehen.

Danach in einem tiefen Teller die Bratwürste mit etwas Sud und Zwiebeln anrichten. Man isst gerne eine Semmel dazu, ich persönlich habe als Sättigungsbeilage noch Salzkartoffeln gemacht.

Ich wünsche Euch allen viel Spaß beim Nachmachen. 

Bleibt mir hungrig!
Eure Sibel


Das Buch Bayreuth wurde mir freundlicherweise vom Sutton Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt, allerdings beeinflusste dies meine oben beschriebene Meinung nicht. 

Mittwoch, 26. November 2014

Leser Eventbeitrag: Orientalische Gewürz-Hühnerbeinchen


Heute freue ich mich sehr Euch ein weiteres Leser-Rezept für mein Blogevent "Der Sultan lädt zum Festmahl ein" vorstellen zu dürfen. Die liebe Barbara hat für das Buffet leckere Gewürz-Hühnerbeinchen zubereitet und sie hübsch angerichtet. Ich selbst bin ja ein ganz großer Fan von richtig gut gewürzten Gerichten. Barbara verrät uns auch mit einem kleinen Trick, wie Hähnchenschlegel im Ofen nicht austrocknen. Ich übergebe also lieber gleich mal Barbara das Zepter!
(Foto Quelle: Barbara Simonis)























Orientalische Gewürz-Hühnerbeinchen für Sibels virtuelles orientalisches Buffet
Zutaten:
12 Hühnerbeinchen  (oder ein ganzes Hühnchen von ca. 1,5 kg)
2 TL scharfes Paprikapulver
2 TL gemahlener Zimt
1 TL gemahlene Nelken
½ TL Kreuzkümmel
Salz, Pfeffer
2 EL scharfer Senf
2 EL Honig
1- 2 TL Crema di Balsamico
½ L Hühnerbrühe

(Foto Quelle: Barbara Simonis)


Zubereitung:
Den Backofen auf ca. 175° C vorheizen.
Die Gewürze in einer Schüssel miteinander verrühren. (Wenn ein Gewürz zu dominant ist, mit anderen Gewürzen gegensteuern. Man kann auch noch andere Gewürze verwenden, was der heimische Bazar halt so hergibt und was man selbst mag.) In einer anderen Schüssel Senf mit Honig und der Crema di Balsamico verrühren.
Die Hühnerbeine erst mit den Gewürzen einreiben, dann auf den Rost des Ofens geben. Die Beine mit der Glasur einstreichen. Die Unterseite nicht vergessen!
Auf ein Ofenblech eine feuerfeste Form stellen und die Hühnerbrühe einfüllen. Die Beinchen auf dem Rost auf die mittlere Schiene des Ofens einschieben. Das Blech mit der Form unter den Rost, so dass evtl. herabtropfendes Hühnerfett in die Brühe gelangt. Die Brühe dient als Luftbefeuchter im Ofen, so dass die Beinchen saftig bleiben.

Je nach Ofen brauchen die Beine zwischen 35 und 45 Minuten. Zwischendurch mit übriggebliebener Glasur bestreichen.
Nach der Garzeit die Hühnerbeine abkühlen lassen und anrichten.

Die übriggebliebene Hühnerbrühe- Abtropf- Flüssigkeit eignet sich wunderbar als schnelle Sauce zu Nudeln.

(Foto Quelle: Barbara Simonis)


Liebe Barbara, herzlichen Dank für das schöne Rezept und dafür, dass Du mitgemacht hast! Es freut mich immer wieder wenn Leser auch ohne eigenen Blog aktiv mitmachen. Mir hast Du jedenfalls damit eine große Freude gemacht!

Bleibt mir hungrig
Eure Sibel

Dienstag, 18. November 2014

Heikes Eventbeitrag: Kürbis-Linsen-Croustade


Heute freue ich mich ganz besonders weil eine Leserin ohne Foodblog via email mir einen Beitrag zukommen hat lassen. Heike hat sich dabei so viel Mühe gegeben, dass ich Euch das nicht vorenthalten kann. Sie hat zwar einen Blog, aber der hat kein Essen zum Inhalt sondern Nahrung einer anderen  Art. Sie füttert Euch auf ihrem Blog kunstlebendig mit Seelenfutter. Und da wir nicht nur Nahrung für unseren Körper brauchen freue ich mich, wenn Ihr bei Heike vorbei schaut. 

Heike hat mir zum Festmahl köstlichen Kürbis-Linsen-Croustade mitgebracht. Mit ihrer freundlichen Genehmigung möchte ich Euch diesen leckeren Anblick gar nicht verwehren.























Und zum Glück hat Heike uns nicht nur ein Foto bereitgestellt, welches wir ansabbern dürfen, sondern gleich das Rezept und die Zubereitungsschritte mit angehängt.


Kürbis-Linsen-Croustade
(4 Portionen)

Zutaten:

1 EL Olivenöl, ½ Bund Frühlingszwiebeln, 1 Zwiebel, 1 Stück Ingwer, 2 Knoblauchzehen, je 2 EL rote, braune und schwarze Linsen, Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, Türkische Gewürzmischung oder Baharat, 500 g Kürbis, gerüstet, 1 Bund Petersilie glatt, 200 g Schafskäse, 200 g Yufka-Teig, 1 Ei zum Bestreichen, 2 EL Milch.

Zubereitung:

- Zwiebel, Frühlingszwiebeln, Ingwer, Knofi klein schneiden und im Öl weich anbraten
- mit Brühe (Wasser und Pulver) aufgießen und Linsen hineingeben
- zugedeckt weich kochen (ca. 20 min), bei Bedarf Brühe nachgießen
- wenn die Linsen weich zu werden beginnen, klein geschnittenen Kürbis untermengen, je nach Kürbissorte noch eine Weile mitkochen oder direkt ausschalten, mit Salz, Pfeffer, türkischen Gewürzen, wer mag noch Chilli-Pulver, würzen
- den Yufka-Teig in lange Streifen schneiden und diese in einer Spring-, Tarte- oder Kuchenbodenform entsprechend der Zeichnung anordnen, etwas mehr als die Hälfte der Streifen sollte überstehen, diese Teile mit mit etwas Milch gequirltem Ei bestreichen
- Petersilie klein hacken, Schafskäse in Würfel schneiden
- Hälfte der Petersilie und des Schafskäses in die Form geben
- dann Mischung aus der Pfanne einfüllen
- obenauf die andere Hälfte der Petersilie und des Schafskäses geben
- die Teigplatten zur Mitte hin einschlagen und rosettenartig verdreht auf der Croustade anordnen (siehe Abbildung unten)
- mit Ei-Milch-Mischung bestreichen
- bei 200°C im Ofen backen, ca. 15 min bis die Oberfläche braun und knusprig ist
- mit frischem Salat servieren











Ich danke Dir Heike herzlich für diesen tollen Beitrag! Ich freu mich sehr über die rege Teilnahme von Euch allen, ob nun mit oder ohne Foodblog! Euch allen wünsche Euch viel Spaß beim Nachmachen. Ich werde es auf jedenfall auch probieren und berichten!

Bleibt mir hungrig!
Eure Sibel