Sonntag, 22. Januar 2017

{ Klassiker] Ayran ~ Türkisches Joghurtgetränk

Eigentlich ist das Rezept viel zu einfach, als das man darüber ein ernsthaftes Posting schreiben würde. Aber Ayran ist nunmal das Nationalgetränk der Türken und somit darf es einfach nicht auf diesem Blog fehlen. Und mal ganz ehrlich, die meisten kennen das Getränk doch auch nur aus dem Plastikbechern aus dem Kühlschrank des netten Dönerladens von nebenan, welche zwar nicht bedenklich sind, aber eben nicht so schön schäumen und doch Stabilisatoren zugefügt bekommen müssen, um die Konsistenz zu behalten. Dabei ist es echt kein Akt, Ayran frisch ganz ohne Zusatzstoffe herzustellen.



Deswegen gibt es heute nicht nur das Original sondern auch Tipps mit auf den Weg, wie Ihr Euren Ayran ganz leicht Zuhause herstellen könnt und wie Ihr ihn schön schaumig bekommt. Ich möchte jetzt keine rollenden Augen sehen, ich habe mir sogar hierfür extra Becher besorgt - so für den Style! Benehmt Euch also bitte! ^^

Drei Zutaten, mehr braucht die einfachste Version nicht. Joghurt, Wasser und Salz. Aber wir wollen natürlich die Pro-Version für Angeber und da gibt es eben den ein oder anderen Trick, den ich selbstredend gerne mit Euch teile, auch wenn ihn keiner hören will. ;)  

Wer noch nie Ayran probiert hat, dem empfehle ich trotzdem sich dazu durchzuringen. Denn Ayran ist nicht nur an heißen Tagen ein gesundes Erfrischungsgetränk, sondern schmeckt auch im Winter und hilft außerdem sehr gut als Begleitung zu scharfen Speisen gegen den Schmerz, der sich durch den Schlund brennt.^^  



Die Zutaten

250 g Naturjoghurt
50 ml Milch
50 ml Mineralwasser (eiskalt)
50 ml Wasser (eiskalt)
2-3 Eiswürfel
1 TL Salz 

Die Zubereitung

Alles in einen Blender geben und gut mixen bis es schäumt. Die Konsistenz kann nach Bedarf mit mehr Wasser flüssiger gemacht werden, je nachdem wie cremig oder flüssig Ihr Euren Ayran mögt. Nach Geschmack mit Salz noch abschmecken und schon ist er fertig zum genießen. Die Milch sorgt für die cremige Konsistenz und das Mineralwasser lässt das Ganze sehr schön schäumen. 

Variationsmöglichkeit

Wer Minze gerne mag, kann noch nach Geschmack Minze hinzufügen. Ich hab auch schon von Versionen gehört, die schwarzen Pfeffer hinzufügen. Das habe ich allerdings selbst noch nie probiert. 

Tipp

Falls Ihr im türkischen Supermarkt türkischen Soda findet, dann benutzt den statt Mineralwasser, das lässt den Ayran noch mehr schäumen.

Viel Spaß beim Nachmachen. 

Bleibt mir durstig!
Eure Sibel






Donnerstag, 19. Januar 2017

Würstchengulasch

Ich habe ein Rezept nachgekocht. Man will es gar nicht glauben, das auch schon vor genau 1,5 Jahren und seitdem immer wieder. Das heutige Rezept stammt also gar nicht von mir, sondern von einer lieben Blogger-Kollegin namens Karina von Karamba Karina's Welt, die damals an einem Blogevent von einer anderen lieben Blogger-Kollegin Sonja von Amor & Kartoffelsack teilnahm. Nämlich genau mit diesem sensationell aromatischen Rezept: Würstchengulasch. Seitdem habe ich das Rezept sicher ein Dutzend mal nachgekocht, da es bei Mr. Insane sich ebenfalls höchster Beliebtheit erfreut.



Und wie heißt es so schön? Spread the Love! Deshalb teile ich das Rezept gerne nochmal hier bei mir auf dem Blog. Wer Karina noch nicht kennt, der kann gerne auf ihrem Blog sich noch viel mehr Inspirationen holen. Wir lieben das Würstchengulasch. Einfach, unkompliziert. Absolut Feierabendtauglich! Ja, und wenn schon Mr. Insane da sein Häkchen drunter gemacht hat, will das ja auch was heißen, ne? Schließlich ist er sehr mäkelig mit Essen :)

Die Zutaten

1 Paprika
1 Dose stückige Tomaten
500 ml Gemüsebrühe
2 Karotten (ca. 150 g)
1 Zwiebel
8 Wienerle
1 EL Frischkäse
1 TL Paprikapulver, edelsüß
Öl
Salz & Pfeffer



Die Zubereitung

Zwiebeln fein schneiden, Karotten fein würfeln. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und beides darin dünsten. Mit Gemüsebrühe aufgießen, kurz aufkochen lassen und gewürfelte Paprika zusammen mit den stückigen Tomaten hinzufügen und ca. 10 Minuten leicht köcheln lassen. In der Zwischenzeit Wienerle in Scheiben schneiden, sie mit in die Pfanne geben und weitere 7 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecken. Zuletzt Frischkäse unterrühren und schmelzen lassen.

Ich erwähnte ja bereits, dass es dieses Würstchengulasch schon ein Dutzend mal bei uns gab und das wird es sicher noch mehrere Dutzend mal geben. Danke liebe Karina für das tolle Rezept. Auch wenn es schon 1,5 Jahre her ist, Du siehst - Gutes geht eben nicht unter ;) 

Bleibt mir hungrig!
Eure Sibel

Mittwoch, 18. Januar 2017

Paprika-Pesto mit getrockneten Tomaten

Ich weiß, wir sind näher an Fasching dran, als an Weihnachten vorbei, aber da bei mir ja länger Funkstille über und nach Weihnachten war, kam ich noch gar nicht dazu Euch meine Geschenke zu zeigen, die ich von Mr. Insane erhalten habe. Ja, normalerweise haben private Weihnachtsgeschenke natürlich hier auf dem Blog nichts verloren, aber dieses Geschenk schon, weil es nämlich sehr gut zum Thema passt und mich auch zum heutigen Paprika-Pesto mit getrockneten Tomaten Rezept inspiriert hat. 



Kennt Ihr diese witzigen Pasta Cubes schon? Das Geschenk war sicherlich nicht ganz uneigennützig von meinem Mann, da Nudeln zu seinen Leibspeisen gehören, aber süß ist es trotzdem. Es besteht aus 6 Würfeln und die Anwendung ist so simpel wie genial. Auf jeder Würfelseite steht eine Zutat und man würfelt sich einfach seine Zutaten zusammen. So kommt man mit Sicherheit auch mal auf eine Kombination, die man so nie probiert hätte und bekommt so die Inspiration zu seiner neuen Lieblingspasta. Braucht man das wirklich? Nein, braucht man natürlich nicht. Aber das Spielkind in mir ist begeistert und es ist zudem auch eine schöne Deko in der Küche, weil es auch hübsch verpackt ist. Eine schöne Geschenkidee für Food-Begeisterte oder nicht Erwachsen werden wollende, wie ich finde. Es gibt im übrigen das Würfelspiel nicht nur als Pasta-Cubes*, sondern auch als Food-Cubes*. Selbst eine vegetarische Version* ist erhältlich. 



Aber nun zum Rezept. Gewürfelt habe ich die Zutaten Paprika, getrocknete Tomaten, Parmesan, Nüsse, Fusilli und Knoblauch. Nach kurzem überlegen war klar, das Ganze schrie nach einem Pesto. Ich war so angetan von der Idee, dass ich ganz vergessen habe die Zutaten genau abzuwiegen, also nicht wundern, wenn die Maßeinheiten bei der ein oder anderen Zutat etwas komisch klingen, aber es wird trotzdem lecker, versprochen. Beim Pesto kann man eh nicht viel falsch machen :)


Die Zutaten

2 rote Paprika
2 EL getrocknete Tomaten
2 EL Öl aus dem Glas der getrockneten Tomaten
1 EL Paprikamark
40 g Parmesan
2 Knoblauchzehen
3 Handvoll Walnüsse 
Pfeffer & Salz nach Geschmack




Die Zubereitung 

Hier gibt es eigentlich nicht viel zu erzählen, da die Zubereitung sicher selbsterklärend ist. Die Walnüsse in einer Pfanne etwas rösten. Dann alle Zutaten in einen Food Processor geben und munter drauflos zerkleinern, bis sich eine schöne homogene Masse gebildet hat. Bei Bedarf weiter Öl einträufeln, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und schon darf geschlemmt werden. 



Variationsmöglichkeit

Leider ist mir das eingefallen, als die Paprika schon Matsch war, aber das nächste Mal werde ich die Paprika im Ofen rösten. Das gibt dem Ganzen sicher auch eine köstliche Note.

Ich bin gespannt zu welchem Gericht mich die Pasta-Cubes als nächstes inspirieren werden. Ich werde auf jeden Fall berichten.

Ah, und noch etwas. Ich weiß ich habe lange mit Abwesenheit geglänzt und so gut wie gar nicht mehr gebloggt die letzte Zeit. Als Wiedergutmachung möchte ich Euch gerne auch was zurückgeben, denn es ist nicht selbstverständlich, dass Ihr solange als Leser treu geblieben seid. Ich kündige es nirgendswo an und schreibe es bewusst als allerletzten Absatz hier rein, damit davon tatsächlich nur die treuen Leser profitieren, die mich nicht vergessen haben und sich die Mühe machen bis zum Schluss dabei zu sein. Wer also Lust hat so ein Pasta-Cubes Würfelset zu gewinnen, der lässt mir hier auf dem Blog einen Kommentar bis Sonntag, den 22.01.2017. Schreibt mir doch in den Kommentaren was Euer Lieblingspesto ist und schon seid Ihr dabei. Ich hab soviel Spaß mit meinem Geschenk, dass ich es gerne einmal weiter verschenken möchte. Der Gewinner wird am Montag per Zufallsprinzip ermittelt und von mir persönlich benachrichtigt, deshalb vergesst bitte nicht eine Email-Adresse zu hinterlassen. Teilnahme ab 18 Jahren, Versand ist nur an eine Adresse in Deutschland möglich. 

So, nun aber genug gelabert.

Bleibt mir hungrig!
Eure Sibel


* Die mit einem Sternchen gekennzeichneten Links sind Amazon Partnerlinks. Wenn Ihr über diesen Link bestellt, bekomme ich von Amazon für die Vermittlung eine kleine Provision. Für Euch wird es weder teurer noch entstehen andere Nachteile. Danke für Eure Unterstützung.



Dienstag, 17. Januar 2017

Reste-Eintopf

Einen unappetitlicheren Titel hätte ich für dieses Posting wohl kaum auswählen können. Aber wenn man ehrlich sein will, dann ist es nun mal genau das. Ein Reste-Eintopf eben. Obwohl ich alle Lebensmittel direkt verarbeite, wenn ich einkaufen war, einiges vorkoche oder einfriere, gibt es immer diese eine vergessene Möhre im Schrank, die ich für den gesunden Snack vor dem Fernseher aufgehoben habe, ein paar hässliche und unförmige Kartoffeln, die es nie in den Topf geschafft haben und im Korb ihr Dasein fristen, die halbe Paprika, die doch zuviel für den Salat war, als ob man sich an einer halben Paprika überfressen könnte. Ihr kennt das.



Umso mehr freue ich mich, wenn Tag X vor der Tür steht, an dem der Reste-Eintopf unumgänglich wird. Das heißt am Besten Vearbeiten noch bevor das Gelächter der Karotte über mich auch mit geschlossener Kühlschranktür nicht mehr zu überhören ist (gesunder Snack und ich, weißte?!) und bevor die Kartoffel so eine Erscheinung bekommt, dass man nicht so genau weiß, ob es schon heimlich Intelligenz entwickelt hat und man sie vorsichtshalber lieber erschlägt, bevor man sie entsorgt, damit sie keine Eier mehr legen kann. ^^

So, nachdem ich Euch nun so richtig Appetit gemacht haben dürfte, kann ich ja jetzt zum Rezept über gehen. Ha Ha! Nein, im Ernst. Resteverwertung ist was Feines. Bei mir kommt, je nachdem was da ist, entweder immer ein Eintopf oder ein leckeres Pfannengericht dabei raus. Diesmal hatte ich in der Tat Möhren und Kartoffeln übrig, Würstchen vom Hotdog, eine halbe Stange Lauch und Bündnerfleisch. Sowie eine kleine Schüssel Erbsen. Mein Tag X war also gestern :)



Die Zutaten

1 Karotte
1 gelbe Möhre
1/2 Stange Lauch
4 kleine Kartoffeln
2 Zwiebeln, mittelgroß
250 g TK Erbsen
150 g Bündnerfleisch, gewürfelt
2 Wienerle
4 TL Gemüsebrühepulver
1 EL gehackte Petersilie, frisch
1 TL Oregano
3-4 Spritzer Worcestersauce
n. B. Salz & Pfeffer
1 Liter Wasser
etwas Öl zum Anbraten



Die Zubereitung

Gemüse putzen und in Scheiben oder Würfel schneiden. Wie es Euch optisch besser gefällt. 
Etwas Öl in die Pfanne geben und darin das Bündnerfleisch zusammen mit den Zwiebeln leicht anbraten. Übriges Gemüse bis auf die Erbsen dazu geben und ebenfalls ein paar Minuten mit andünsten. Mit einem Liter Wasser aufgießen, aufkochen lassen und Gemüsebrühepulver darin auflösen. Den Eintopf ohne Deckel ca. 20 Minuten leicht köcheln lassen. Ab und an Umrühren. In der Zwischenzeit die Wienerle in Scheiben schneiden. Nach der Garzeit Würstchen, Erbsen hinzufügen und mit Oregano, Pfeffer und Worcestersauce abschmecken. Vorsicht mit dem Salz, lieber vorher probieren und dann evtl. salzen falls noch nötig. Weitere 10 Minuten köcheln lassen. Zuletzt fein gehackte Petersilie untermischen und servieren. 



Wer Lust auf mehr Eintöpfe hat findet hier noch einen türkischen Erbseneintopf und hier leckeren Kapuska. 

Bleibt mir hungrig!
Eure Sibel




Montag, 16. Januar 2017

Hot Dog und Burger Buns

Jeder kennt sicherlich das nervige Phänomen mit den Hot Dog oder Burger Buns, die man im Supermarkt bekommt. Sobald sie auch nur einen Tropfen Sauce gesehen haben, bröckeln sie gerne auseinander, so als ob sie was zu gewinnen hätten, wenn sie es schaffen, sich noch vor dem ersten Biss in all ihre Bestandteile aufzulösen. Von den ganzen fiesen Inhaltsstoffen und dem chemisch süßen Geschmack will ich erst gar nicht anfangen.



Da liegt es doch nahe, dass man seine Hot Dog oder Burger Brötchen selber herstellt. Geht kinderleicht, man weiß was drin ist und das Beste, man kann sie tatsächlich auch essen ohne unfreiwillig so viele Brotkrümel zu verlieren, die Hänsel und Gretel locker zweimal sicher durch den Wald wieder nach Hause gebracht hätten, während die Vögel, die alle Krümel sonst weg gepickt hätten, wegen Völlerei eher rülpsend als zwitschernd apathisch auf den Ästen hängen würden. Okay, jetzt trage ich vielleicht etwas zu dick auf mit dem Vergleichen, ich beherrsche mich ja schon. Dürfte ja jetzt jeder verstanden haben, wie sehr mich früher bröckelnde Burger Brötchen genervt haben.

Blanke Nerven gehören nun der Vergangenheit an, die Brötchen bleiben ganz, sind innen fluffig weich und außen mit einer leicht goldbraunen Kruste. Außerdem bröckeln sie nicht! Man kann ruhig das Rezept verdoppeln und einpaar mehr davon machen und sie für später einfrieren. Bei Bedarf dann einfach auftauen lassen und kurz aufbacken im Ofen und schon schmecken sie wieder wie frisch gebacken. Und selbst dann bröckeln sie nicht!  *hust*



Die Zutaten 
(für 8 Stück)

500 g Mehl
250 ml Milch (+ 2 EL Milch)
1 Päckchen Trockenhefe
2 Eier
1 EL Zucker
1 EL Honig
1 TL Salz
40 ml Öl, neutral
1 TL Sesam
1 TL Schwarzkümmel



Die Zubereitung 

250 ml Milch erhitzen bis sie lauwarm ist. Hefe und Zucker einrühren und beiseite stellen. In der Zwischenzeit in einer Schüssel Honig, Salz, 1 Ei und Öl vermengen. Hefe-Milchgemisch ebenfalls hinzufügen und gut mischen. Nun das Mehl einarbeiten und alles zu einem geschmeidigen, nicht klebenden Teig verkneten. Abgedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Std. gehen lassen. Aus dem Teig 8 Teigkugeln formen und sie mit einem Küchentuch abdecken damit sie nicht antrocknen. Das Backblech mit Backpapier auslegen. Für die Hamburger-Brötchen die Kugeln einfach auf ca. 2 cm flache, runde Fladen platt drücken und sie auf dem Backblech abgedeckt nochmal ca. 30 Minuten gehen lassen. Für die Hot-Dog-Brötchen die Teigkugel auf ca. 18 cm oval ausrollen, dann seitlich wieder aufrollen, Naht nach unten legen, beide Enden nach unten einschlagen, so dass sie auf keiner Seite mehr offen sind. Hot-Dog-Brötchen ebenfalls auf das Backblech legen und mit einem Küchentuch abgedeckt 30 Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit Backofen auf 175°C Umluft vorheizen und das übrige Ei mit den 2 EL Milch gut vermischen. Nach der Gehzeit die Brötchen mit dem Ei-Milch-Gemisch bepinseln, auf die Hamburger Brötchen noch Sesam und Schwarzkümmel streuen und ca. 15-20 Minuten auf mittlerer Schiene backen. 


Nachdem die Brötchen abgekühlt sind, sind sie auch schon bereit für die Weiterverarbeitung. Und zwar ganz ohne Bröckeln.  *gnihihihi*


Bleibt mir hungrig!
Eure Sibel













Sonntag, 11. Dezember 2016

Erdnussbutter-Schoko-Plätzchen

Das heutige Rezept, welches ich Euch präsentieren wollte, klang so einfach wie genial, dass ich es Euch unbedingt vorstellen musste. Ich frage mich als bekennende Erdnussbutter-Süchtige, wieso ich auf diese Idee nicht schon selber gekommen bin und es ausgerechnet auf Facebook in einer dieser Artikeln mit Überschriften wie "Punkt Nr. 3 hat mich besonders geschockt" oder "was sie mit dem Löffel macht, werdet Ihr nicht glauben" gefunden habe. 

Mit solchen bescheuerten Click-Bait Überschriften kriegt mich zwar normalerweise niemand, aber mit Erdnussbutter im Spiel, ist mir alles egal. Ich sah das Bild und es war beschlossene Sache. Frittierte Erdnussbutter-Bällchen. #bäääm



Ich hätte das Rezept selbst dann ausprobiert, auch wenn es in der Bild am Sonntag veröffentlicht wäre. Da bin ich völlig schmerzfrei. Aus Prinzip. Der Erdnussbutterliebe wegen. #truelove

Aber zurück zum Rezept. Für die ursprünglich angedachten frittierten Erdnussbutter-Bällchen wird im Original Rezept Blätterteig verwendet. Grundsätzlich würde ich immer empfehlen, den Blätterteig selbst herzustellen, auch wenn er langwierig in der Zubereitung ist. Für dieses Rezept aber wäre das tatsächlich verschwendete Liebesmüh, da es sich hier nicht um ein klassisches Blätterteig-Rezept handelt und zudem mit dem Teig auch etwas dilettantisch umgegangen wird. Wir frittieren ja schließlich nicht für die Sterneküche. #KirchemalimDorflassen


Ich hatte allerdings nicht mal einen fertigen Blätterteig zur Hand und da fing schon das Dilemma an. Also habe ich das Rezept abgewandelt und mir gedacht ich probiere es mal mit Mürbeteig. Mehr wie schief gehen kann es ja nicht und wie Ihr wisst, bin ich für Experimente ja immer zu haben. Okay, ich gebe zu es lag nicht an meiner Experimentierfreude diesmal, ich war zu faul, um zum Supermarkt zu laufen. Die Temperaturen sind ja auch nicht grade einladend draußen und außerdem hätte ich hiermit den Beweis erbracht: auch Faulheit kann zu was gut sein, zum Beispiel für die Entstehung eines genialen Rezeptes - äääh, wenn es denn geklappt hätte. Hat es aber nicht. Wäre ich mal lieber doch noch zum Supermarkt gelaufen. Ich war nur froh, dass ich nur ein Probier-Bällchen ins heiße Frittieröl gegeben habe, somit konnte ich den Verlust besser verkraften, als ich das Bällchen sich in all seine Bestandteile im Öl atomisieren sah. #fail


Ich wäre aber nicht ich, wenn ich nicht aus einem Fail eine Tugend machen würde. Also habe ich kurzerhand den Herd ausgeschaltet und den Backofen dafür vorgeheizt. Dann werden es eben Erdnussbutter-Schoko-Plätzchen. Na und? Hauptsache Erdnussbutter! Zum Glück ist Weihnachtszeit. Der Mann hat meine "aaarrghh!..ohhh nein, neeeeeein nicht auflösen!!! sj#jra9°12""544&%!!!!"-Schreie aus der Küche eh nicht gehört, da er die ganze Zeit über Kopfhörer auf hatte und ich habe es ihm so verkauft, als ob ich heute nie was anderes vor hatte als ihm Erdnussbutter-Plätzchen zu backen. Wer braucht auch schon so einen Hipster-Kram in frittiert und so. Pfftttt :) 



Zutaten

200 g Butter
100 g Puderzucker
300 g Mehl
1 Ei
1 Prise Salz
Erdnussbutter 
50 g dunkle Kuvertüre
Zuckerstreusel zur Deko

Zubereitung

Die Zubereitung ist äußerst simpel, aber braucht dennoch etwas Vorlauf. 
Zunächst formt Ihr mit Hilfe eines Löffels gleichgroße Erdussbutter-Kugeln und reiht sie auf einem Blech oder Tablett mit etwas Abstand einander an. Danach stellt Ihr das Blech ins Gefrierfach, um die Erdnussbutter-Kugeln anzufrieren. Das ist wichtig, damit es dann später beim Teigbällchen formen, keine Matschepampe gibt :)
Dann rührt Ihr aus den restlichen Zutaten Euch einen Mürbeteig und lässt ihn in Frischhaltefolie gewickelt im Kühlschrank für eine halbe Stunde ruhen. Dann rollt Ihr ihn aus und stecht mit Hilfe eines Glases oder eines Keksausstechers runde Formen aus dem Teig aus. In die Mitte gebt Ihr jeweils ein Erdnussbutterkügelchen und verschließt das Ganze dicht und formt es zu einem Teigbällchen. Dann reiht Ihr die Bällchen erneut auf ein Blech und stellt sie wieder ins Gefrierfach während Ihr den Backofen auf 180°C vorheizt. Nach dem Backen und Auskühlen Erdnussbutter-Bällchen mit geschmolzener Kuvertüre überziehen und dekorieren. 

Die Plätzchen sind so lecker gewesen, dass wir die frittierten Erdnussbutter-Bällchen gar nicht mehr vermisst haben :)



Bleibt mir hungrig!

Eure Sibel

Samstag, 10. Dezember 2016

Lebkuchen-Schoko-Aufstrich

Heute habe ich für Euch unter dem Motto Weihnachts-Quickies gleich 4 Rezepte, die schnell und unkompliziert gehen und hervorragend zur Jahreszeit passen. Wer mir auf Instagram folgt, wird gestern schon die Ankündigung gesehen haben, dass die Rezepte nicht alle alleine von mir stammen sondern wir mit Petra von Holla die Kochfee, Maja von moey's kitchen und Simone von S-Küche gemeinsam die Idee hatten. Es lohnt sich also heute auch auf ihren Blogs vorbei zuschauen, denn jeder von uns hat einen kulinarischen Quickie für Euch. 





Mein weihnachtlicher Quick-Tipp ist Lebkuchen-Schoko-Aufstrich und ist was für Leute, die schon am Morgen festlich frühstücken wollen. Das Rezept geht so schnell, dass man es direkt vor dem Frühstück zubereiten kann und das Beste, sie macht sich nicht nur auf dem Brot gut, sondern kann auch gern in die heiße Milch gerührt werden, um sie zu aromatisieren. 






Die Zutaten



50 g dunkle Schokolade

100 ml Milch
3 TL Lebkuchengewürz
6 TL Puderzucker (oder mehr nach Bedarf)


Die Zubereitung



Schokolade hacken, in einer Schüssel zusammen mit der Milch unter Rühren erhitzen bis sich die Schokolade auflöst. Restliche Zutaten hinzufügen und weiter rühren bis die Flüssigkeit andickt. Die Süße nach Eurem Geschmack anpassen. Und schon seid Ihr fertig. Wenn das mal nicht quick war :)






Tipp


* Den Puderzucker und das Lebkuchengewürz vorher sieben, dann entstehen keine Klümpchen. 
* Funktioniert auch mit weißer Schokolade hervorragend.


Hier geht es zu den köstlichen Weihnachts-Quickies von Petra, Maja und Simone.

Lebkuchenstrudel mit weißer Schokoladencreme (Holla die Kochfee)
Schneller, alkoholfreier Birnenpunsch (moey's kitchen)
Rosmarin-Antipasti-Festkranz (S-Küche)

Im übrigen lohnt es sich auch bei den Mädels länger zu stöbern. Kurz geht bei den tollen Blogs eh nicht, man bleibt unweigerlich hängen :)

Vielen Dank auch an Simone für die schöne Collage, die sie uns für die Ankündigung erstellt hat.






































Bleibt mir hungrig!
Eure Sibel